{"id":1816,"date":"2020-01-29T17:38:16","date_gmt":"2020-01-29T16:38:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/?page_id=1816"},"modified":"2020-01-29T17:38:16","modified_gmt":"2020-01-29T16:38:16","slug":"obere-schiesserbachhoehle","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/hohlentauchen\/obere-schiesserbachhoehle\/","title":{"rendered":"Obere Schie\u00dferbachh\u00f6hle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tauchgang in der Oberen Schie\u00dferbachh\u00f6hle, Rettenbachtal, Bad Ischl, O\u00d6, Kat.Nr.: 1616\/7<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1817\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VHO_29_2864.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1817\" class=\"size-full wp-image-1817\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VHO_29_2864.jpg\" alt=\"Eingangsteile der Oberen Schie\u00dferbachh\u00f6hle. Foto: R. Seebacher\" width=\"1200\" height=\"821\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VHO_29_2864.jpg 1200w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VHO_29_2864-300x205.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VHO_29_2864-1024x700.jpg 1024w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VHO_29_2864-438x300.jpg 438w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1817\" class=\"wp-caption-text\">Eingangsteile der Oberen Schie\u00dferbachh\u00f6hle. Foto: R. Seebacher<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Obere Schie\u00dferbachh\u00f6hle liegt auf der orografisch rechten Seite des Rettenbachtales am Ende eines Bachbettes auf 675 m Seeh\u00f6he.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Eingang liegt etwa 100 H\u00f6henmeter \u00fcber der Stra\u00dfe von Bad Ischl zur Rettenbachalm.<br \/>\nDie H\u00f6hle f\u00fchrt mit durchschnittlichen Raumdimensionen von etwa 1-1,5 m Breite und 1,5-2 m H\u00f6he \u00fcber mehrere Wasserfallstufen in den Berg. Nach etwa 140 m schlie\u00dft die H\u00f6hle der 1. Siphon ab. Die Sch\u00fcttung schwankt zwischen wenigen Litern\/Sekunde und mehreren hundert Litern\/s. Bei starken Gewitterregen kann der H\u00f6hlenbach sehr schnell anschwellen und aufgrund der eher kleinen Raumdimensionen eine gro\u00dfe Gefahr darstellen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1818\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VHO_30_2913.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1818\" class=\"size-full wp-image-1818\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VHO_30_2913.jpg\" alt=\"Typisches Gangprofil. Foto: R. 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Siphon konnte er nach kurzer Tauchstrecke \u00fcber einer Engstelle eine Wasseroberfl\u00e4che erkennen. Aufgrund der engen Verh\u00e4ltnisse wurde dort aber aus Sicherheitsgr\u00fcnden auf ein Auftauchen verzichtet.<br \/>\nAm 04.10.1994 wurde die H\u00f6hle vom Verfasser erstmals betaucht, um die Verh\u00e4ltnisse in den doch eher kleinr\u00e4umigen Siphonstrecken kennenzulernen. Bei diesem Tauchgang wurde bis zum damaligen Forschungsendpunkt, den tiefsten Punkt des 3. Siphones getaucht.<br \/>\nAufgrund der Enge des Aufstieges und eines zu gro\u00dfen Tauchger\u00e4tes, konnte auch der Verfasser bei diesem Tauchgang den 3. Siphon nicht durchtauchen.<br \/>\nSo wurde am 18.12.1997 ein weiterer Vorsto\u00df durchgef\u00fchrt. Ziel der Tour war es, den 3. Siphon zu \u00fcberwinden um abzukl\u00e4ren, wie sich die H\u00f6hle dahinter weiter fortsetzt. Vom Verfasser wurde vermutet, da\u00df nach dem 3. Siphon, eventuell wieder \u00e4hnliche vadose Teile wie im vorderen Bereich der H\u00f6hle weiterf\u00fchren.<br \/>\nDer TG wurde mit einem 2 x 4 Liter Tauchger\u00e4t, welches am R\u00fccken getragen wurde durchgef\u00fchrt. Der Materialtransport vom Auto bis zum 1. Siphon wurde freundlicherweise von Johann Putz, Wolfgang Otte und Katrin Kren unterst\u00fctzt.<br \/>\nHinter dem 1. Siphon war der Taucher auf sich allein gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Raumbeschreibung der Siphonzone:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der 1. Siphon ist lediglich 4 m lang und 2 m tief. Von einem freien Durchtauchen mu\u00df aber dringend abgeraten werden, da der Siphon kleinr\u00e4umig und trotz der K\u00fcrze sehr un\u00fcbersichtlich ist.<br \/>\nHinter diesem Siphon mu\u00df \u00fcber eine etwa 1 m hohe Wasserfallstufe zu einem niederen Krabbelgang aufgestiegen werden. Dieser endet nach etwa 10 m am 2. Siphon. Diese 20 m lange Unterwasserstrecke ist ca. 1-1,5 m breit und ebenso hoch. Von der Abtauchstelle f\u00fchrt der Siphon steil bis auf -4 m um nach etwa 10 m in konstanter Tiefe wider fast senkrecht zur Wasseroberfl\u00e4che zu f\u00fchren. Man befindet sich hier in einer kleinen Kammer mit 2 ovalen H\u00f6hlenseen. Beide Siphonseen sind nur durch einen schmalen Felsgrat, der bis knapp unter die Wasseroberfl\u00e4che hinaufreicht getrennt.<br \/>\nDer 3. Siphon beginnt als senkrecht nach unten f\u00fchrender Schacht, auf dessen Grund bei \u20134,5 m Tiefe grober Sand und Kies lagert.<br \/>\nIn Richtung Norden gibt es eine niedere Fortsetzung, die zwischen schwert\u00e4hnlichen Felskulissen senkrecht zu einem Wasserspiegel emporf\u00fchrt.<br \/>\nEs wurde jedoch festgestellt, da\u00df es ober dem schon von Kirchmayr gesichteten Wasserspiegel nur ein wenige cm hoher Luftraum vorhanden ist. Der 3. Siphon setzt sich n\u00e4mlich in einer geringen Wassertiefe weiter in den Berg fort. Die Unterwasserstrecke ist ziemlich eng und teilweise schwierig zu betauchen. Nach etwa 10 m gibt es eine weitere niedere Luftglocke in der man ebenfalls nicht vern\u00fcnftig auftauchen kann. An dieser Stelle teilt sich der Siphon. Geradeaus sieht man hinter einer niederen Engstelle einen breiteren Raum. Die gr\u00f6\u00dfere Passage f\u00fchrt aber scharf nach rechts als sch\u00f6n ausgeformter Unterwassertunnel (Durchmesser 2 m) bis zum tiefsten Punkt des 3. Siphones (-5 m). Kies und Schotter lagern auf der H\u00f6hlensohle. Wieder aufsteigend endet der 3. Siphon nach insgesamt 38 m in einem kleinen Luftraum. Zuvor mu\u00df eine sehr enge, teilweise mit Schotter verlegte Engstelle durchtaucht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Plan-Schiesserbachh\u00f6hle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1819\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Plan-Schiesserbachh\u00f6hle.jpg\" alt=\"Plan Schiesserbachh\u00f6hle\" width=\"1163\" height=\"769\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Plan-Schiesserbachh\u00f6hle.jpg 1163w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Plan-Schiesserbachh\u00f6hle-300x198.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Plan-Schiesserbachh\u00f6hle-1024x677.jpg 1024w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Plan-Schiesserbachh\u00f6hle-453x300.jpg 453w\" sizes=\"(max-width: 1163px) 100vw, 1163px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der 4. Siphon beginnt sehr kleinr\u00e4umig und f\u00fchrt weiter etwa in Richtung Osten.<br \/>\nAus Sicherheitsgr\u00fcnden wurde an dieser Stelle der Vorsto\u00df abgebrochen.<br \/>\nAus welchem der 2 Hauptfortsetzungen die Str\u00f6mung stammt, konnte aufgrund der geringen Sch\u00fcttung nicht festgestellt werden. Es besteht aber Grund zur Annahme, da\u00df die Str\u00f6mung aus dem flachen Raum am n\u00f6rdlichsten Punkt des 3. Siphones stammt. Der nach Osten f\u00fchrende Ast dient bei Hochwasser eventuell als Abflu\u00df und d\u00fcrfte zur nicht weit entfernten Siphonzone der Unteren Schie\u00dferbachh\u00f6hle entw\u00e4ssern. Diese These m\u00fc\u00dfte aber erst bei weiteren Tauchg\u00e4ngen best\u00e4tigt werden.<br \/>\nEine weitere Erforschung der Siphonzonen der beiden Schie\u00dferbachh\u00f6hlen w\u00e4re zwar \u00e4u\u00dferst interessant, d\u00fcrfte sich jedoch aufgrund der engen Unterwasserstrecken problematisch gestalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Literaturhinweise:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">KIRCHMAYR, H.: H\u00f6hlentauchen in der Oberen Schie\u00dferbachh\u00f6hle, Rettenbachtal bei Bad Ischl, 1991.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">SEEBACHER, R.: T\u00e4tigkeitsberichte der dem Verband \u00f6sterreichischer H\u00f6hlenforscher angeschlossenen h\u00f6hlenkundlichen Vereine und Forschergruppen, Die H\u00f6hle, Heft 2, 49. Jg, S. 59, Wien 1998<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tauchgang in der Oberen Schie\u00dferbachh\u00f6hle, Rettenbachtal, Bad Ischl, O\u00d6, Kat.Nr.: 1616\/7 Die Obere Schie\u00dferbachh\u00f6hle liegt auf der orografisch rechten Seite des Rettenbachtales am Ende eines Bachbettes auf 675 m Seeh\u00f6he. 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