{"id":1839,"date":"2020-02-02T13:38:20","date_gmt":"2020-02-02T12:38:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/?page_id=1839"},"modified":"2020-02-02T13:40:46","modified_gmt":"2020-02-02T12:40:46","slug":"sandsiphon-nagelsteghoehe","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/hohlentauchen\/sandsiphon-nagelsteghoehe\/","title":{"rendered":"Sandsiphon Nagelstegh\u00f6he"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LAGE:<br \/>\nDie Nagelstegh\u00f6hle liegt im Rettenbachtal an der S-Flanke des Rauchers auf einer Seeh\u00f6he von 865 m.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">HYDROLOGIE:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nagelstegh\u00f6hle ist die Haupt-Resurgenz des Sch\u00f6nberg-H\u00f6hlensystems und kann bei Hochwasser (Schneeschmelze oder Starkregen) mehrere m\u00b3\/s sch\u00fctten.<br \/>\nBei normalen Wetterverh\u00e4ltnissen f\u00e4llt die H\u00f6hle trocken und kann auf 805 m L\u00e4nge begangen werden.<br \/>\nDer Wasserzufluss erfolgt bei Hochwasser durch den Sandgang, welcher bei Trockenheit am bisherigen tiefsten Punkt der H\u00f6hle durch einen Siphon verschlossen ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_1840\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070019.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1840\" class=\"size-full wp-image-1840\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070019.jpg\" alt=\"Transport der Tauchausr\u00fcstung. Foto: R. Seebacher\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070019.jpg 1200w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070019-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070019-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070019-400x300.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1840\" class=\"wp-caption-text\">Transport der Tauchausr\u00fcstung. Foto: R. Seebacher<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">VORGESCHICHTE:<br \/>\nDer Sandgang ist starken Ver\u00e4nderungen unterworfen. So kann er nach manchen Hochw\u00e4ssern v\u00f6llig mit Sand verschlossen sein und man kann nicht einmal bis zum Wasserspiegel vordringen.<br \/>\nIm Sommer 2005 bemerkte der Verfasser w\u00e4hrend einer H\u00f6hlentour mit Kindern, dass der Sandgang ungew\u00f6hnlich gro\u00dfr\u00e4umig freigesp\u00fclt war und auch der Siphon eine relativ gro\u00dfe Wasserfl\u00e4che besa\u00df.<br \/>\nDies waren ideale Bedingungen f\u00fcr einen ersten Tauchvorsto\u00df in diesen ungew\u00f6hnlichen Siphon.<\/p>\n<p>DER TAUCHGANG:<br \/>\nDieser Tauchgang wurde am 07.09.2005 durchgef\u00fchrt. Der Verfasser wurde bei dieser Unternehmung freundlicherweise von Johann Putz unterst\u00fctzt.<br \/>\nBei dem Tauchgang wurde ein Nasstauchanzug verwendet.<br \/>\nAls Atemger\u00e4t diente ein 2 x 4 l Pressluft-Atemger\u00e4t, welches am R\u00fccken getragen wurde.<br \/>\nDie Vermessung wurde mittels Tauchleine, Tiefenmesser und Kompass vorgenommen. Die Leine wurde wieder aus dem Siphon entfernt, da \u00fcberhaupt keine Verankerungspunkte gefunden werden konnten.<br \/>\nDie Sicht unter Wasser war zu Beginn des Tauchganges gut, verschlechterte sich aber Aufgrund des W\u00fchlens im Sand sehr rasch. Beim Zur\u00fccktauchen betrug die Sicht nur noch wenige cm.<\/p>\n<div id=\"attachment_1841\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070034.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1841\" class=\"size-full wp-image-1841\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070034.jpg\" alt=\"Im blankgeschliffenen Sandgang, kurz vor dem Siphon. Foto: R. 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Dahinter f\u00fchrt der Gang mit einer H\u00f6he von ca. 75 cm und einer Breite von etwa 2 m weiter in die Tiefe. Der Boden ist nur mit feinem Sand bedeckt, die W\u00e4nde und die Decke vom Wasserstrom blankpoliert. Leider musste der Tauchvorsto\u00df bereits nach 15 m in einer Wassertiefe von 6 m abgebrochen werden, da sich st\u00e4ndig gro\u00dfe Sandk\u00f6rner in den Membranen der Lungenautomaten verkeilten und Wasser eindrang. Zwei Atemsysteme schienen bei diesen Verh\u00e4ltnissen als zu unsicher. Die Nerven des Tauchers \u2013hinter einer aufgegrabenen Engstelle mit st\u00e4ndig nachrutschenden Sandlawinen \u2013 bis aufs \u00e4u\u00dferste gespannt.<br \/>\nVom Umkehrpunkt setzt sich die Unterwasserpassage steil weiter in die Tiefe fort.<\/p>\n<div id=\"attachment_1842\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070041a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1842\" class=\"size-full wp-image-1842\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/FBP9070041a.jpg\" alt=\"Abtauchstelle im Sandsiphon. Foto: J. 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Ob bei diesen Verh\u00e4ltnissen jemals ein gefahrloses Durchtauchen dieses Siphons m\u00f6glich sein wird ist fraglich.<br \/>\nDie Gesamtl\u00e4nge der Nagelstegh\u00f6hle stieg durch den Tauchgang auf 820 m, die Niveaudifferenz kletterte auf +- 216 m.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LAGE: Die Nagelstegh\u00f6hle liegt im Rettenbachtal an der S-Flanke des Rauchers auf einer Seeh\u00f6he von 865 m. HYDROLOGIE: Die Nagelstegh\u00f6hle ist die Haupt-Resurgenz des Sch\u00f6nberg-H\u00f6hlensystems und kann bei Hochwasser (Schneeschmelze oder Starkregen) mehrere m\u00b3\/s sch\u00fctten. 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