{"id":46,"date":"2013-09-09T21:41:06","date_gmt":"2013-09-09T20:41:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/?page_id=46"},"modified":"2025-10-19T14:27:52","modified_gmt":"2025-10-19T13:27:52","slug":"das-dof-sonnenleiter-hohlensystem-1625279","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/forschung\/das-dof-sonnenleiter-hohlensystem-1625279\/","title":{"rendered":"Das D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/panorama1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-460\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/panorama1.jpg\" alt=\"panorama\" width=\"800\" height=\"157\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/panorama1.jpg 800w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/panorama1-300x58.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/panorama1-500x98.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a>Seit dem Jahre 1985 erforscht eine kleine Gruppe des Vereins f\u00fcr H\u00f6hlenkunde in Obersteier (VHO) die H\u00f6hlen im \u00a0Gebiet \u00a0&#8222;In den Karen&#8220; \u00a0im S\u00fcdostmassiv \u00a0des Toten Gebirges. \u00a0Bei der systematischen Bearbeitung \u00a0des stark verkarsteten Areals war es m\u00f6glich, bisher etwa 60 neue H\u00f6hlen zu erforschen und zu dokumentieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das bedeutendste Objekt ist das D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem, \u00a0bestehend aus D\u00d6F-Schacht \u00a0 und Sonnenleiterschacht, \u00a0deren \u00a0Zusammenschluss \u00a0bereits 1999 realisiert werden konnte. \u00a0Bis 2007 \u00a0wurden \u00a0in \u00a0diesem ausgedehnten H\u00f6hlensystem mehr als 18,2 km bei einer Gesamttiefe von 1054 m erforscht und vermessen. Das System war die erste mehr als 1000 m tiefe H\u00f6hle im Toten Gebirge und der Steiermark.<br \/>\nSeit \u00a0einigen \u00a0Jahren \u00a0liegt der \u00a0Schwerpunkt \u00a0der \u00a0Arbeiten in \u00a0der \u00a0Erforschung der Schachth\u00f6hle Ozonloch, welche auf 591 m Tiefe und \u00a0mehr als 2 km L\u00e4nge vermessen werden konnte. Im J\u00e4nner 2008 gelang schlie\u00dflich der erhoffte Zusammenschluss mit dem D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem, wodurch dieses nun eine vermessene Gesamtl\u00e4nge von 24.172 m bei einem Niveauunterschied von 1092 m aufweist. Neben der Forschungsgeschichte behandelt der Artikel auch das Karstgebiet und die Charakteristik des H\u00f6hlensystems.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abstract<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Since 1985 a small group of the Obersteier caving club (Verein f\u00fcr H\u00f6hlenkunde in Obersteier, VHO) has been systematically \u00a0exploring the \u00a0caves in a highly \u00a0 carstified area called In den Karen in the southeastern part of the Totes Gebirge mountain range. Up to now about 50 new caves have been surveyed. Most important is D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem \u00a0consisting of D\u00d6F-Schacht and \u00a0Sonnenleiterschacht, two shaft \u00a0caves which were connected in 1999. \u00a0By 2007 \u00a0this \u00a0vast cave \u00a0system was surveyed to a length of 18.2 km \u00a0and \u00a0a total \u00a0depth of 1,054 m. It was the first cave found in Totes Gebirge und in the Styria deeper than 1,000 m. During the last few years \u00a0exploration \u00a0has \u00a0been concentrating on the Ozonloch \u00a0shaft, which \u00a0has been surveyed \u00a0to a \u00a0depth of 591 m and a length of more than 2 km. \u00a0In \u00a0January 2008 \u00a0a connection \u00a0with D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem could finally be \u00a0established \u00a0pushing it to a total length of 24,172 m with 1,092 m of \u00a0height difference. Apart from exploration history the article deals with the karst area and the characteristics of the cave system.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die gr\u00f6\u00dfte Karsthochfl\u00e4che \u00d6sterreichs und ihre H\u00f6hlen<\/strong><br \/>\nMit mehr als \u00a01000 km\u00b2 \u00a0Gesamtausdehnung ist das \u00a0Tote Gebirge \u00a0das \u00a0gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende\u00a0 Karstgebiet \u00d6sterreichs. \u00a0Der Gro\u00dfe Priel ist mit 2515 m \u00a0die h\u00f6chste Erhebung. Die tiefstgelegenen Quellen befinden sich auf H\u00f6hen von knapp 600 m. Aufgeteilt auf das gesamte Areal befinden sich zahlreiche bedeutende H\u00f6hlen. Im \u00f6sterreichischen \u00a0H\u00f6hlenkataster \u00a0sind \u00a0zurzeit \u00a0etwa \u00a02000 \u00a0H\u00f6hlen im \u00a0Toten \u00a0Gebirge registriert. \u00a0 Darunter befinden sich das Schwarzmooskogel-H\u00f6hlensystem (1623\/40; 97 km, -1104 m) und die momentan l\u00e4ngste H\u00f6hle \u00d6sterreichs, \u00a0das \u00a0Sch\u00f6nberg-H\u00f6hlensystem (1626\/300; 140 km \/ -1061 m). \u00a0Das in \u00a0diesem \u00a0Artikel beschriebene D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem ist momentan die drittl\u00e4ngste und zweittiefste H\u00f6hle dieses Gebirges.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/PA180097.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-218\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/PA180097.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/PA180097.jpg 800w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/PA180097-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/PA180097-400x300.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forschungsgeschichte &#8211; Ein tragischer Unfall lenkt die erste Aufmerksamkeit auf das Gebiet<\/strong><br \/>\nDie Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit richtete sich erstmals auf das Gebiet, nachdem Herbert Jungbauer, ein Schifahrer aus Linz, am 13. M\u00e4rz 1948 in einen offenen, mehr als 100 m tiefen Schacht gest\u00fcrzt war. Bei einem Bergeversuch \u00a0konnte \u00a0der \u00a0Schifahrer nicht gefunden \u00a0werden. In \u00a0beachtlicher \u00a0Tiefe \u00a0wurden\u00a0lediglich Blutspuren angetroffen, der Schacht setzte sich weiter in die Tiefe fort.<br \/>\nVier Jahre sp\u00e4ter, im Sommer 1951, wurde eine offizielle Expedition \u00a0des Verbandes \u00d6sterreichischer H\u00f6hlenforscher im Ungl\u00fccksgebiet \u00a0abgehalten. Es stellte sich heraus, dass es im Sommer nicht so einfach war, den Ungl\u00fccksschacht zu finden. Auf einem Areal von 250 x 150 m wurden 43 Sch\u00e4chte gefunden, eingemessen und markiert. Dieser Teil des Gebiets In den Karen wurde daraufhin Tauplitz-Schachtzone genannt. Die sterblichen Reste von \u00a0Jungbauer wurden \u00a0jedoch auch bei dieser Expedition nicht gefunden \u2013 \u00a0dies gelang erst bei einer Befahrung im Rahmen der Schulungs- und Diskussionswoche 1978.<br \/>\nIm \u00a0Jahre \u00a01975 nahmen \u00a0franz\u00f6sische \u00a0Spel\u00e4ologen aus Doubs, \u00a0Clerval-Baume \u00a0 und Cavernes die Forschungen wieder auf. \u00a0Ihr Interesse galt haupts\u00e4chlich tiefen Sch\u00e4chten. Von Anfang an benutzten sie die Einseiltechnik und erreichten 1980 im Burgunderschacht eine Tiefe von \u2013827 m. F\u00fcr lange Zeit \u00a0war das die tiefste H\u00f6hle im Gebiet.\u00a0Nach Erreichen des Endsiphons blieben jedoch \u00a0zahlreiche horizontale \u00a0Fortsetzungen \u00a0unbearbeitet zur\u00fcck. Der Landesverein f\u00fcr H\u00f6hlenkunde in Wien und Nieder\u00f6sterreich nahm sich des Gebiets an und begann mit \u00a0der systematischen \u00a0Bearbeitung. Hierbei wuchs die dokumentierte Gesamtl\u00e4nge des Burgunderschachts (1625\/20) von 1,5 km auf 22.588 m.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schachthungrige Teenager finden ihre spel\u00e4ologische Spielwiese<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufstieg89.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-219\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufstieg89.jpg\" alt=\"Aufstieg89\" width=\"800\" height=\"683\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufstieg89.jpg 800w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufstieg89-300x256.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufstieg89-351x300.jpg 351w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a>Im gr\u00f6\u00dften Teil des Gebiets In den Karen waren bis 1985 noch keine \u00a0H\u00f6hlen erkundet worden. In diesem Jahr fanden Robert Seebacher, \u00a0Klaus J\u00e4ger und \u00a0Peter Jeutter im Alter von \u00a015, 16 und \u00a018 Jahren \u00a0\u00f6stlich der nun so genannten Klassischen Tauplitz-Schachtzone viele \u00a0unbekannte \u00a0Sch\u00e4chte \u00a0und \u00a0begannen \u00a0mit \u00a0der systematischen Bearbeitung eines gr\u00f6\u00dferen Areals.<br \/>\nBis \u00a0heute wurden von den damaligen \u00a0Teenagern etwa 60 H\u00f6hlen entdeckt, erkundet und vermessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mehrere tiefe Direktsch\u00e4chte sind genau die richtige Herausforderung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleich im ersten Jahr wurden mehrere Sch\u00e4chte erforscht und die Einstiege mit einer Oberfl\u00e4chenvermessung verbunden. \u00a0Die \u00a0erste \u00a0bemerkenswerte Entdeckung \u00a0war 1986 der \u00a0D\u00d6F-Schacht \u00a0(Deutsch-\u00d6sterreichische-Freundschaft-Schacht) mit dem 154 m tiefen Direktschacht Big Brother.\u00a0Im Jahr 1989 erreichten die Forscher einen Siphon in 322 m Tiefe, nachdem bei \u2013277 m eine vertikale Engstelle erweitert worden war.\u00a0Zur gleichen Zeit \u00a0erbrachten \u00a0Forschungen \u00a0im Canyonschacht (1625\/382), welcher im s\u00fcdlichen Bereich des Gebiets liegt, eine \u00a0vermessene \u00a0L\u00e4nge von 2040 m, \u00a0bei einer Tiefe von 287 m.\u00a0Auch diese H\u00f6hle weist imposante Schachtstufen auf, unter anderem den 145 m tiefen Gro\u00dfen Durchfallschacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das 1989 erreichte Ende im D\u00d6F-Schacht schien zun\u00e4chst endg\u00fcltig zu sein. Horizontale Passagen gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine. Ein kleiner, in der Schachtwand bei \u2013210\u00a0m ansetzender Canyon war aber 1991 schlie\u00dflich der Schl\u00fcssel zu weiterem Neuland.\u00a0Die gute Nachricht war: \u201eEs geht weiter!\u201c. Die schlechte \u00a0war, wie es weiter ging. In einer Tiefe von 240 m beginnt \u00a0ein sehr enger und stark \u00a0gewundener M\u00e4ander, dessen leichte \u00a0Wetterf\u00fchrung \u00a0die \u00a0einzige\u00a0 \u00a0Motivation \u00a0f\u00fcr \u00a0seine \u00a0 Erforschung \u00a0war.\u00a0Auf \u00a0einer L\u00e4nge \u00a0von \u00a040 m \u00a0sind \u00a0 unz\u00e4hlige Engstellen und mehrere 180\u00b0-Kurven zu bew\u00e4ltigen. Der Name Exzessm\u00e4ander kommt nicht von ungef\u00e4hr. Forscher brauchen gute Nerven und sollten m\u00f6glichst nicht gr\u00f6\u00dfer als 1,80 m sein, maximal \u00a0Schuhgr\u00f6\u00dfe \u00a043 \u00a0haben \u00a0und die gesamte Schachtausr\u00fcstung ablegen. Nachdem die Ausr\u00fcstung hinter der letzten Engstelle auf einem Einmann-Sims wieder angezogen ist, kann der Abstieg \u00fcber wieder ger\u00e4umige Sch\u00e4chte fortgesetzt werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_461\" style=\"width: 548px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Exzessmeander1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-461\" class=\"wp-image-461 size-full\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Exzessmeander1.jpg\" alt=\"Exzessmeander\" width=\"538\" height=\"800\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Exzessmeander1.jpg 538w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Exzessmeander1-201x300.jpg 201w\" sizes=\"(max-width: 538px) 100vw, 538px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-461\" class=\"wp-caption-text\">Der extrem enge Exzessm\u00e4ander im D\u00d6F-Schacht war Schl\u00fcssel zu weiteren gro\u00dfen Entdeckungen.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">So gelang es den Autoren, noch im selben Jahr 527 m Tiefe bei offenem Ende zu erreichen.<br \/>\nDie dritte\u00a0gro\u00dfe H\u00f6hle, der Sonnenleiterschacht, \u00a0wurde 1988 entdeckt.\u00a0Sehr ger\u00e4umige Stufen konnten in diesem Jahr \u00a0bis zu einem engen \u00a0M\u00e4ander in 165 m Tiefe \u00a0vermessen werden.\u00a0Im Jahr 1992 seilte sich Robert Seebacher \u00a0bis zum damaligen \u00a0Endpunkt ab und untersuchte dort eine vertikale Engstelle. Nach knapp 2 m erreichte er den Grund, kroch ein St\u00fcck horizontal weiter und konnte in den n\u00e4chsten Schacht blicken. Diese Schachtfolge ist 190 m tief und nur durch zwei kleine Abs\u00e4tze unterbrochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Entdeckung eines ausgedehnten Horizontalniveaus<\/strong><br \/>\nUnterhalb dieser \u00a0beeindruckenden \u00a0Vertikalpassage machten wir die bisher interessanteste Entdeckung:\u00a0Ein horizontales Gangsystem mit Tunneln von bis zu 10 m Durchmesser. Schl\u00fcssellochg\u00e4nge erreichen bis zu \u00a0 20 m H\u00f6he. \u00a0Noch im gleichen \u00a0Jahr wuchs \u00a0die vermessene L\u00e4nge des Sonnenleiterschachtes \u00a0von 323 m auf 3135 m. Die Tiefe \u00e4nderte sich von 165 m auf 582 m. \u00a0Da sich die Horizontalteile vorwiegend in Tiefen zwischen 350 und 400 m erstrecken, war es nun erstmals erforderlich, H\u00f6hlenbiwaks einzurichten.<\/p>\n<div id=\"attachment_1488\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/FBIMG_3826.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1488\" class=\"wp-image-1488 size-full\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/FBIMG_3826.jpg\" alt=\"FBIMG_3826\" width=\"1200\" height=\"800\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/FBIMG_3826.jpg 1200w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/FBIMG_3826-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/FBIMG_3826-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/FBIMG_3826-450x300.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1488\" class=\"wp-caption-text\">Die Pipeline im H\u00f6hlenteil Sonnenleiterschacht, ca. 370 m unter dem Eingang.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">1993\u00a0wurden die \u00a0Forschungen\u00a0\u00a0\u00a0im \u00a0Sonnenleiterschacht\u00a0fortgesetzt \u00a0und\u00a0eine Tiefe von 735 m bei einer \u00a0L\u00e4nge von 5439 m erreicht.<br \/>\nIm \u00a0selben \u00a0Jahr \u00a0wurde eine neue \u00a0H\u00f6hle gefunden, der Geisterj\u00e4gerschacht. Im Prinzip handelt es sich \u00a0um einen\u00a0 Schacht, \u00a0der \u00a0nur \u00a0 von \u00a0kleinen \u00a0Stufen\u00a0unterbrochen wird \u00a0und sehr \u00a0rasch \u00a0bis in 431 m \u00a0Tiefe \u00a0erforscht werden konnte. Die zwei \u00a0gr\u00f6\u00dften Direktstufen sind ein 92-m-Schacht und der 191 m tiefe Sledge-Hammer-Schacht. Letzterer ist der tiefste Direktabstieg In den Karen. Diese \u00a0Schachtstufe \u00a0weist \u00a0einen \u00a0Durchmesser \u00a0von \u00a0bis \u00a0zu \u00a025 m \u00a0auf. \u00a0Um den Boden zu erreichen war eine Abseilfahrt ohne Wandber\u00fchrung von 180 m erforderlich.\u00a0Mit Hilfe der Messdatenauswertung fanden wir 1994 von dort den kniffligen \u00a0Weg in den Horizontalteil des \u00a0Sonnenleiterschachtes, der durch eine unangenehme, \u00fcber 100 m lange Kluftstrecke mit st\u00e4ndigen Niveauwechseln und mehreren Schachtquerungen f\u00fchrte.<br \/>\nDurch den Zusammenschluss \u00a0erh\u00f6hte sich die \u00a0Niveaudifferenz auf -785 m. \u00a0Weitere Forschungen brachten die L\u00e4nge in diesem Jahr auf 7483 m. Die Horizontalerstreckung lag bereits bei 800 m.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Im D\u00d6F-Schacht weiter in die Tiefe<\/strong><br \/>\nTiefenvorst\u00f6\u00dfe im D\u00d6F-Schacht erfordern sichere Wetterverh\u00e4ltnisse. Im Herbst 1994 schienen die Verh\u00e4ltnisse zu \u00a0passen. Nachdem die Tour auf \u2013527 m \u00a0mehr als 14 Stunden gedauert hatte,\u00a0war f\u00fcr weitere Vorst\u00f6\u00dfe ein H\u00f6hlenbiwak unumg\u00e4nglich. Da Horizontalteile fehlen, blieb nichts anderes, als eine geneigte Felsplatte am Fu\u00df eines kleinen Wasserfalls als Biwakstelle zu nutzen. Das Biwak war f\u00fcrchterlich. Ein am Fu\u00dfende gespanntes Seil verhinderte das Abrutschen in den Strudeltopf des daneben tosenden Wasserfalles.<br \/>\nTrotz \u00a0allem \u00a0gelang \u00a0es, \u00a0auf \u00a0genau \u00a0700 m Tiefe \u00a0abzusteigen, \u00a0wo \u00a0das \u00a0Seil \u00a0im \u00a0oberen Bereich eines gro\u00dfen Schachtes \u00a0zu Ende ging. Weitere 70-100 m Tiefe \u00a0wurden \u00a0gesch\u00e4tzt. \u00a0Der Wasserfall,\u00a0 der durch den Schacht st\u00fcrzt, erzeugt \u00a0starken Nebel, \u00a0was zum Namen Nebelschacht f\u00fchrte.\u00a0Roberts Fu\u00df war verletzt, und der Aufstieg zum \u00a0Biwak und \u00a0am \u00a0n\u00e4chsten \u00a0Tag aus \u00a0der \u00a0H\u00f6hle \u00a0gestaltete \u00a0sich problematisch. \u00a0Drau\u00dfen war in der Zwischenzeit viel Schnee gefallen und es war schwierig, das Einstiegskar der H\u00f6hle zu verlassen.\u00a0Das Zelt war unter \u00a0der \u00a0Last \u00a0des \u00a0Schnees \u00a0zusammengebrochen, \u00a0alles \u00a0war \u00a0nass \u00a0und \u00a0die \u00a0Nacht \u00a0dementsprechend unangenehm. Am n\u00e4chsten Tag halfen uns Freunde mit Tourenschi den Abstieg zu bew\u00e4ltigen.<br \/>\nNach \u00a0einem \u00a0verregneten \u00a0Sommer \u00a0gab es 1995 \u00a0einen \u00a0gro\u00dfartigen Herbst. \u00a0Vier niederschlagsfreie \u00a0Wochen \u00a0boten \u00a0die\u00a0\u00a0 \u00a0idealen Verh\u00e4ltnisse f\u00fcr einen weiteren Vorsto\u00df in den D\u00d6F-Schacht. Der \u00a0Wasserfall beim H\u00f6hlenbiwak war zahm. Es stellte \u00a0sich heraus, dass der Nebelschacht insgesamt 95 m tief ist. Darauf \u00a0folgen viele\u00a0kleine Stufen \u00a0mit sch\u00f6nen \u00a0Wasserfallt\u00fcmpeln und herauskorrodierten Fossilien.\u00a0Unter trockenen Bedingungen \u00a0ist \u00a0dies \u00a0wohl \u00a0einer der sch\u00f6nsten H\u00f6hlenteile, \u00a0jedoch \u00a0sollte man \u00a0nicht vergessen,\u00a0wie es hier \u00a0bei Normal- \u00a0oder \u00a0bei Hochwasser aussieht!\u00a0Dieser Abschnitt erhielt den \u00a0Namen Viktoriaf\u00e4lle, nachdem der Hauptbach der H\u00f6hle bereits \u00a01994 \u00a0den Namen \u00a0Zambezi \u00a0erhalten \u00a0hatte.\u00a0Ein\u00a0\u00a0deutlich bewetterter, nicht \u00a0sehr \u00a0tiefer, \u00a0aber ger\u00e4umiger Schacht bei \u00a0\u2013839 m war der Umkehrpunkt.\u00a0Bei einer Tour im Winter 1999 gelang es schlie\u00dflich, bis auf -962 m vorzusto\u00dfen.\u00a0Dazu wurde \u00a0in einer Tiefe \u00a0von 502 m am \u00a0Grund eines trockenen Schachts \u00a0im 500er-Gang ein neues Biwak errichtet. Es bietet zwar schon f\u00fcr zwei \u00a0Personen wenig \u00a0Platz und ist nur durch \u00a0Abklettern erreichbar, daf\u00fcr ist es aber trocken, ruhig und eben.\u00a0Im Anschluss an die Viktoriaf\u00e4lle \u00a0wird bald der 56 m tiefe Abyss-Schacht \u00a0erreicht. \u00a0Ihm folgen mehrere kleine Stufen \u00a0bis \u00a0zum Umkehrpunkt bei einem \u00a0weiteren kleinen Abstieg. \u00a0Auch hier ist noch Wetterf\u00fchrung sp\u00fcrbar, und es sind noch keine Anzeichen einer R\u00fcckstauzone zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Im Sonnenleiterschacht gelingt der Durchbruch in Richtung S\u00fcden<\/strong><br \/>\nIn \u00a0der \u00a0Zwischenzeit \u00a0gelang \u00a0es, \u00a0im \u00a0Horizontalteil \u00a0des \u00a0 Sonnenleiterschachts \u00a0weiter \u00a0in Richtung \u00a0 S\u00fcden vorzudringen. \u00a0 Die gro\u00dfen fossilen G\u00e4nge schienen bis 1995 an einem massiven, stark bewetterten Versturz zu enden. Diesen zu \u00fcberwinden war Ziel mehrerer Touren. Durch Erklettern einer 15 m hohen Wand wurde eine gro\u00dfe \u00a0Halle \u00a0erreicht. Von dort \u00a0aus \u00a0mussten \u00a0in \u00a0einem kleinr\u00e4umigen Gang \u00a0noch zwei \u00a0sperrende Verst\u00fcrze ausgegraben werden. Dahinter liegt die Fortsetzung \u00a0der gro\u00dfen \u00a0phreatischen Tunnel, die in weiterer Folge mehrere Kilometer Neuland brachten. Bis zum Sommer 1999 wurde so 9772 m Gesamtgangl\u00e4nge erreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Weg zur tiefsten H\u00f6hle des Toten Gebirges<\/strong><br \/>\nDie Auswertung der Messdaten zeigte, dass sich D\u00d6F- und Sonnenleiterschacht im Horizontalsystem (ca. \u2013350 m) schon sehr nahe gekommen waren. Eine Verbindung wurde von Tour zu Tour wahrscheinlicher, und die Suche nach einem m\u00f6glichen Durchstieg wurde intensiviert. Trotz dreier bis zu 18 Stunden langer Tagestouren gelang es 1998 nicht, diese Verbindung zu finden. Erst Ende Juli 1999 wurde mit dem letzten Seilrest, vom D\u00d6F-Schacht ausgehend, nach \u00dcberwindung mehrerer Engstellen, Kletterstellen und Schachttraversen, der erhoffte Zusammenschluss geschafft. Hierzu wurde im Verbindungsgang ein Behelfsbiwak errichtet. Der Ausstieg erfolgte durch den Sonnenleiterschacht.<br \/>\nDas neue D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem erreichte durch den h\u00f6heren Eingang des Geisterj\u00e4gerschachtes eine Niveaudifferenz von -1042 m und zu diesem Zeitpunkt eine Gesamtl\u00e4nge von 12.772 m. Erstmals wurde der \u201emagische\u201c Wert von 1000 m Niveaudifferenz im Toten Gebirge sowie in der Steiermark \u00fcberschritten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir entdecken Patagonien<\/strong><br \/>\nBei weiteren Vorst\u00f6\u00dfen in den S\u00fcden des Systems wurden in den Jahren 1999 und 2000 ausgedehnte phreatische G\u00e4nge gefunden. Unter anderem ein durchgehend begehbarer, \u00fcber 500 m langer Gang, welcher an einem stark bewetterten Versturz endet. In diesem Bereich reicht das Horizontalsystem bis auf eine Seeh\u00f6he von 1400 m hinab. Dieser H\u00f6hlenbereich wurde Patagonien genannt und bietet noch gro\u00dfes Potential f\u00fcr weitere Forschungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Down to the Waterline<\/strong><br \/>\nEine Wintertour in den D\u00d6F-Schacht im M\u00e4rz 2000 hatte das Ziel, das Schachtsystem bis zum Karstwasserspiegel zu befahren. Leider war aufgrund der zu milden Witterung die Wasserf\u00fchrung in den Sch\u00e4chten zu stark und auf dem bekannten Weg ein Abstieg nur bis auf \u2013550 m m\u00f6glich. Eine Nebenstrecke wurde vermessen und bei \u2013650 m mit dem bekannten Schachtsystem verbunden. Dadurch ergibt sich nun die M\u00f6glichkeit, bis auf diese Tiefe hochwassersicher abzusteigen.<br \/>\nIm Februar 2002 erfolgte schlie\u00dflich ein weiterer Vorsto\u00df, um endlich das Ende der Schachtserie zu erreichen. Wir planten den Vorsto\u00df so, dass wir auch als Zweimannteam gen\u00fcgend Zeit und Material zur Verf\u00fcgung hatten, um dieses Ziel zu erreichen.<br \/>\nZus\u00e4tzliche 200 m Seil, Biwakausr\u00fcstung und Verpflegung bremsten uns dementsprechend. In einer Tiefe von 900 m wurde am Schachtboden des Abyss neben dem prasselnden Wasserfall auf feuchtem Lehm ein weiteres Biwak errichtet. Hierbei handelt es sich um den mit Abstand grauenhaftesten Biwakplatz im gesamten D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem. Leider kam es so, wie es in der H\u00f6hlenforschung oft eintritt: Wir ben\u00f6tigten vom mitgebrachten 200-m-Seil lediglich 5 m f\u00fcr den letzten Schacht. Danach folgten einige Kletterstellen, ein nasser Schluf und schlie\u00dflich der Endsiphon auf einer Seeh\u00f6he von 904 m, 974 m unter dem Eingang des D\u00d6F-Schachtes. Durch einen engen Spalt neben dem Biwak konnte als Draufgabe noch der H\u00f6hlenteil The Dark Side of the Moon erforscht werden. Stark verlehmte Sch\u00e4chte und Spalten f\u00fchren bis in eine Tiefe von etwa 930 m. Es ergab sich bei dieser sehr anstrengenden 119-st\u00fcndigen Tour also ein Tiefenzuwachs von nur 12 m. Die Niveaudifferenz des Gesamtsystems stieg auf -1054 m.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/EingangSonnenleiterPanorama_KL.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-501\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/EingangSonnenleiterPanorama_KL.jpg\" alt=\"EingangSonnenleiterPanorama_KL\" width=\"800\" height=\"177\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/EingangSonnenleiterPanorama_KL.jpg 800w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/EingangSonnenleiterPanorama_KL-300x66.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/EingangSonnenleiterPanorama_KL-500x110.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Da war doch noch was\u2026<\/strong><br \/>\nBereits 1989 untersuchte das damals noch sehr junge Team eine H\u00f6hle im n\u00f6rdlichen Bereich des Arbeitsgebietes, das Ozonloch. Bei einer Tour konnte dieses Objekt auf eine L\u00e4nge von 105 m bei einer Tiefe von 53 m erforscht und vermessen werden. Obwohl die H\u00f6hle aufgrund der starken Bewetterung und einiger offener Fortsetzungen als sehr interessant eingestuft wurde, kam es vorerst zu keinen weiteren Unternehmungen. Zu sehr war das Team mit der aufw\u00e4ndigen Erforschung des Canyonschachtes (1625\/382), des D\u00d6F-Schachtes und des Sonnenleiterschachtes besch\u00e4ftigt. Bald wurde aber das Gebiet, in dem das Ozonloch liegt, unterirdisch \u00fcber die Nordwestpassage des Sonnenleiterschachtes erreicht, was die H\u00f6hle wieder zu einem sehr reizvollen Forschungsziel machte.<br \/>\nIm Herbst 2003 wurden dann die Forschungsarbeiten wieder aufgenommen. 15 meist sehr lange Touren folgten, bei denen mehr als 3 km Neuland entdeckt und vermessen werden konnten. Der tiefste erreichte Punkt liegt bereits bei -591 m. Im Jahr 2006 wurde 460 m unter dem Eingang ein Biwak eingerichtet, welches seitdem bei den meisten Eins\u00e4tzen als St\u00fctzpunkt diente. Die erhoffte Verbindung des Ozonlochs mit dem D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem gestaltete sich aber schwieriger als gedacht und gelang erst, nachdem zwei sperrende Lehmsiphone durchgraben und ein Versturz ausger\u00e4umt worden waren. Zus\u00e4tzlich war es notwendig, mehrere Schlote in technischer Kletterei zu bezwingen. Diese Forschungen erforderten mehrere Touren, bei denen jeweils mindestens bis in 460 m Tiefe abgestiegen werden musste.<br \/>\nSchlie\u00dflich gelang es am 26. J\u00e4nner 2008, im Zuge einer mehrt\u00e4gigen Biwaktour vom Ozonloch in die Nordteile des Sonnenleiterschachts vorzudringen. Durch diese Verbindung erh\u00f6hte sich die Horizontalerstreckung auf 1620 m, die Niveaudifferenz kletterte auf 1092 m.<\/p>\n<div id=\"attachment_997\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1060959.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-997\" class=\"wp-image-997 size-full\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1060959.jpg\" alt=\"RS_P1060959\" width=\"1000\" height=\"667\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1060959.jpg 1000w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1060959-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1060959-449x300.jpg 449w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-997\" class=\"wp-caption-text\">Gro\u00dfer phreatischer Gang im H\u00f6hlenteil Ozonloch (-590 m).<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zus\u00e4tzlich erbrachten weitere Forschungen in verschiedenen Bereichen des Sonnenleiterschachts und des Ozonlochs weiteres Neuland. So war es z.B. m\u00f6glich, \u00fcber einen ger\u00e4umigen, in Richtung Nordwesten ziehenden Gang weit unter den Gipfelaufbau des Gro\u00dfen Tragl (2179 m) zu gelangen. Insgesamt hat das ausgedehnte H\u00f6hlensystem nun 10 Eing\u00e4nge und 4 auf das Hauptniveau in rund 1550 m Seeh\u00f6he hinabf\u00fchrende Schachtsysteme. Das D\u00d6F-Sonnenleiter-H\u00f6hlensystem ist mit einer Gesamttiefe von 1.092 m\u00a0die zweittiefste H\u00f6hle des Toten Gebirges sowie der Steiermark.<br \/>\nNeben den Autoren (Robert Seebacher u. Peter Jeutter) waren zahlreiche Personen an der Erforschung der H\u00f6hle beteiligt.<br \/>\nIm Wesentlichen waren dies: Klaus J\u00e4ger, Patrick Hautzinger, Manfred Segl, Sebastian Kogler, Erwin H\u00fcttner, Michael Reichmann, Heidrun Andr\u00e9, Ernest Geyer, Michael Behm, Christoph Peer und Lukas Plan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausblick<\/strong><br \/>\nDie Forschungen laufen weiter. Ans\u00e4tze dazu sind im ganzen System vorhanden. Unz\u00e4hlige Sch\u00e4chte f\u00fchren weiter in die Tiefe. Aussichtsreiches horizontales Neuland erwarten wir vor allem ganz im S\u00fcden, ganz im Norden sowie in den tiefen Teilen des Ozonlochs. Die meisten Forschungen sind jetzt mit viel Zeitaufwand verbunden; stellenweise sind zwei Tage Anmarsch n\u00f6tig, um ins Neuland zu gelangen.<br \/>\nWeitere Forschungen k\u00f6nnten sowohl Verbindungen zu H\u00f6hlen der n\u00e4heren Umgebung bringen (Burgunderschacht, Grubsteinh\u00f6hlen) als auch H\u00f6hleng\u00e4nge im Zentralmassiv des Toten Gebirges erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/\u00dcbersicht.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1493\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/\u00dcbersicht.jpg\" alt=\"\u00dcbersicht\" width=\"1622\" height=\"934\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/\u00dcbersicht.jpg 1622w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/\u00dcbersicht-300x172.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/\u00dcbersicht-1024x589.jpg 1024w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/\u00dcbersicht-500x287.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 1622px) 100vw, 1622px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Aktueller Forschungsstand (11\/2024)<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>Vermessene Gesamtl\u00e4nge:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 25.482 m<\/strong><\/p>\n<p><strong>Niveaudifferenz: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 -1.092 m<\/strong><\/p>\n<p><strong>Horizontalerstreckung: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 1.623 m<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufriss_2018b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1496\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufriss_2018b.jpg\" alt=\"Aufriss_2018b\" width=\"4389\" height=\"3066\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufriss_2018b.jpg 4389w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufriss_2018b-300x209.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufriss_2018b-1024x715.jpg 1024w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Aufriss_2018b-429x300.jpg 429w\" sizes=\"(max-width: 4389px) 100vw, 4389px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aktuelle Informationen \u00fcber die laufenden Forschungen findet man im <a href=\"http:\/\/vho-caving-news.blogspot.com\/search\/label\/D%C3%B6f-Sonnenleiter-H%C3%B6hlensystem\">Forschungsblog<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Jahre 1985 erforscht eine kleine Gruppe des Vereins f\u00fcr H\u00f6hlenkunde in Obersteier (VHO) die H\u00f6hlen im \u00a0Gebiet \u00a0&#8222;In den Karen&#8220; \u00a0im S\u00fcdostmassiv \u00a0des Toten Gebirges. \u00a0Bei der systematischen Bearbeitung \u00a0des stark verkarsteten Areals war es m\u00f6glich, bisher etwa &hellip; <a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/forschung\/das-dof-sonnenleiter-hohlensystem-1625279\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":32,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/46"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46"}],"version-history":[{"count":35,"href":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/46\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2764,"href":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/46\/revisions\/2764"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/32"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}