{"id":484,"date":"2013-09-25T17:31:48","date_gmt":"2013-09-25T16:31:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/?page_id=484"},"modified":"2013-09-27T18:23:08","modified_gmt":"2013-09-27T17:23:08","slug":"expedition-otavi-2012","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/forschung\/auslandsforschung-expeditionen\/expedition-otavi-2012\/","title":{"rendered":"Expedition Otavi 2012"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<p>Expedition Otavi Mountains (Namibia 2012)<\/p>\n<p>Von Peter Jeutter<\/p>\n<p>Im Herbst 2012 unternahmen Franz Schmidt, Andreas Wolf und der Verfasser (alle VHO) eine 12-t\u00e4gige Forschungsfahrt nach Namibia. Bereits in den 1990er Jahren hatte der VHO mehrere gr\u00f6\u00dfere Forschungsexpeditionen in das Gebiet im Norden Namibias unternommen und die Ergebnisse in B\u00fcchern publiziert. Der VHO hatte seither Kontakt gehalten und war mehrmals vor Ort. Jetzt galt es gezielt in gro\u00dfen Objekten weiterzuforschen und dar\u00fcber hinaus Neues zu finden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040087_800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-519\" alt=\"RS_P1040087_800\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040087_800.jpg\" width=\"800\" height=\"564\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040087_800.jpg 800w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040087_800-300x211.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040087_800-425x300.jpg 425w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ziel waren die H\u00f6hlen Varianto, Nosib und Temple of the Gods, so wie die weitere Prospektion im Gebiet der Farm Uisib, wo gr\u00f6\u00dferes Potenzial vermutet wurde.<br \/>\nReibungslos kam das 3-er Team im Minenhotel in Tsumeb an und war am n\u00e4chsten Tag wie geplant in der Nosib-H\u00f6hle. Es gestaltete problemlos. Der Farmer Liebenberg und seine S\u00f6hne kannten uns noch gut und die vielen Jahre schienen zeitlos vorbei gegangen zu sein. Wir bekamen einen Arbeiter als Hilfe mit und waren in kurzer Zeit am H\u00f6hleneingang. Ziel war es die CO2-Section am tiefsten Punkt der tiefsten H\u00f6hle Namibias oberhalb der Wasserspiegel zu erforschen. 1998 waren wir umgedreht lange nachdem aufgrund von Sauerstoffmangel die Karbidflamme verloschen war und wir in der \u201ePr\u00e4-LED-Zeit\u201c mit gelbem Batterielicht weitergepusht haben bis uns fast schwarz vor den Augen war. Bei offenem Ende umgedreht \u2013 zum Gl\u00fcck! Und nun waren wir zur\u00fcck mit einer 10 Liter Pressluftflasche pro Person die wir im Schleifsack abseilten und dann durch die Schlufzone transportierten bis zur gro\u00dfen \u201eBaby Chamber\u201c welche ab Hallenmitte viel CO2 und wenig Sauerstoff hat.<br \/>\nBei knapp 30 Grad Celsius und nur noch 16% Sauerstoff legten wir die Lungenautomaten und die Nasenklemmen an, dann ging es zum Endpunkt, der schon tief in der Todeszone lag. 13.9% Sauerstoff war noch beim letzten Messpunkt, den wir \u201eFree Solo\u201c 1998 gesetzt hatten. Wir begannen mit der Vermessung und sch\u00e4tzten die hellen LED Lampen, die einen so viel besseren Eindruck von der stattlichen Halle gaben.<br \/>\nSchon bald waren der Hallenboden und der Endpunkt erreicht. Gesamttiefe 157m \u2013 unser tiefster Tauchgang, ganz ohne Flossen und Anzug.<\/p>\n<p>Tags drauf fuhren wir mit dem Wagen von Heidi und Piet Basson tief in die Berge bis auf die Farm Varianto, die uns von den beiden dankenswerter Weise f\u00fcr die Tage der Erforschung der Varianto H\u00f6hle \u00fcberlassen wurde. Vorbei an Giraffen und unvergesslichem Bergpanorama langten wir dort an, warteten einen Regenguss ab und machten uns auf zur H\u00f6hle. In zwei Tagen verma\u00dfen wir was noch offen war und widmeten uns ausgiebig der Fotodokumentation dieser wundersch\u00f6nen H\u00f6hle mit ihren gro\u00dfen R\u00e4umen und Tropfsteinen. Die Varianto H\u00f6hle ist nun die dritttiefste H\u00f6hle oberhalb des Karstwasserspiegels, gleichauf mit Wakdoom (Kaokoveld).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_0842_800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-521\" alt=\"RS_DSC_0842_800\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_0842_800.jpg\" width=\"800\" height=\"534\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_0842_800.jpg 800w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_0842_800-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_0842_800-449x300.jpg 449w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Angekommen auf Uisib gab es ein sch\u00f6nes Wiedersehen mit Andre Schoemann und seiner Frau Jeanita. Wir unternahmen einen kurzen Flug bei dem uns Andre weitere H\u00f6hlenfunde aus der Luft zeigte, dann ging es in afrikanischer Hitze auf den Berg zur Temple of the Gods in die wir zwei Touren machten und mit Hilfe von gutem Licht und Bohrmaschine mehrere Fortsetzungen erschlosserten. Temple of the Gods ist nun klar \u00fcber einen Kilometer lang und es warten noch weitere Fortsetzungen auf uns.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040207_800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-524\" alt=\"RS_P1040207_800\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040207_800.jpg\" width=\"800\" height=\"534\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040207_800.jpg 800w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040207_800-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_P1040207_800-449x300.jpg 449w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In den verbleibenden Tagen verma\u00dfen wir weitere drei H\u00f6hlen auf Uisib und haben bei weitem nicht alles geschafft was es zu machen gibt. Ein Ausflug zum ber\u00fchmten Guinassee gab neben Schwimmvergn\u00fcgen Einblick in ein m\u00f6gliches Tauchobjekt bei einer weiteren Expedition. Den Abschluss bildete eine touristische H\u00f6hlenbefahrung in die Arnhem Cave s\u00fcdlich von Windhoek. Die l\u00e4ngste H\u00f6hle Namibias mussten wir einfach sehen. Wenngleich die im Sandstein angelegte H\u00f6hle es mit den gro\u00dfartigen des Nordens nicht aufnehmen kann, hat sich der Weg gelohnt und wir haben tolle Fledermausaufnahmen gemacht und live miterlebt was Guanomining hei\u00dft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_2500_800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-518\" alt=\"RS_DSC_2500_800\" src=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_2500_800.jpg\" width=\"800\" height=\"530\" srcset=\"http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_2500_800.jpg 800w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_2500_800-300x198.jpg 300w, http:\/\/www.hoehle.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/RS_DSC_2500_800-452x300.jpg 452w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unser Dank gilt allen Freunden in Namibia, bei denen wir Unterkunft bekamen, Fahrzeuge ausleihen konnten und die uns auch sonst jedwede Unterst\u00fctzung zuteil werden lie\u00dfen die n\u00f6tig war um Otavi2012 zu einem vollen Erfolg zu machen.<br \/>\nWir haben alle Forschungsziele erreicht und \u00fcber 500 m Neuland vermessen. T\u00e4glich um 5:45 aufstehen und Afrika in allen Variationen zu inhalieren hat uns soviel Energie gegeben, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis die drei M\u00e4nner wieder aufbrechen um der Unterwelt Namibias weitere Geheimnisse zu entlocken.<\/p>\n<p>Aktuelle Informationen \u00fcber die laufenden Forschungen findet man im <a href=\"http:\/\/vho-caving-news.blogspot.com\/\">Forschungsblog.<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Expedition Otavi Mountains (Namibia 2012) Von Peter Jeutter Im Herbst 2012 unternahmen Franz Schmidt, Andreas Wolf und der Verfasser (alle VHO) eine 12-t\u00e4gige Forschungsfahrt nach Namibia. 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